Mittwoch, 20. August 2008

Trinidad

unsere Zeit in trinidad war zusammenfassend gesagt: sehr chaotisch!!!!

wir sind freitag abend angekommen und hatten erstmal für zwei stunden auf unser gepäck warten müssen, bevor wir weitere probleme hatten, ein auto zu mieten. irgendwie wollte unsere kreditkarte einfach nicht funktionieren.
naja, irgendwann hatten wir mit aljoschas hilfe dann doch einen wagen und kamen so gegen 10uhr abends ganz verhungert bei ihm an. Dort gabs dann erstmal spaghetti und dann gings auch schon ins bett, weil wir uns für den samstag ne menge vorgenommen hatten:
der wecker hat um halb 6 geklingelt. das war schon verdammt früh... aber wir haben es geschafft aufzustehen und waren um halb sieben vollgetankt auf dem highway. da waren wir dann für ein paar minuten am fahren (nebenbei gesagt, fahren dort ist die hölle. die trinis fahren wirklich wie besoffen!) bis andi meinte, der wagen würde kein gas mehr geben. also sind wir an den seitenstreifen und haben aljoscha benachrichtigt. andi hat auch schnell festgestellt, dass irgend ein riemen gerissen war. auf die leute von der autovermietung durfen wir dann ganze 2 stunden warten, es ist ja auch wirklich schwer, ein am seitenstreifen stehendes auto zu finden ;)
irgendwann hatten sie es dann doch mal geschafft und uns mit einer neuen Batterie zur werkstatt bringen. dann gabs noch nen neuen Wagen für uns und um halb 12 konnten wir unsere route dann endlich fortsetzen.
es ging über die westküste nach Maracas, dem angeblich schönsten Strand von trinidad, wo es die berühmten Bake & Sharke Burger gibt. das konnten wir uns ja natürlich nicht entgehen lassen, und haben mal einen probiert. war auch sehr lecker.




Der nächste geplante stop war das Asa Wright Centre, ein kleiner Naturschutzpark. dort war zwar leider keine zeit mehr für eine wanderung, aber von der veranda aus, konnte man noch viele vögel beobachten. außerdem haben wir diesen netten gesellen aus nächster nähe betrachten können: eine Tarantel :)

auf dem rückweg haben wir in Arima noch an einem typischen Obst und Gemüsemarkt angehalten und uns bananen gekauft!
so sehen hier übrigens die einheimischen Chillie Schoten aus. super scharf. man sollte sie auf keinen fall beim schneiden mit den fingern anfassen und sich danach die Augen reiben! andi hatte schon so drei tage lang ein kribbeln in den fingern :)



am sonntag ging es dann zum berühmten Pitch Lake im Süden der Insel. dort wird Asphalt abgebaut und weltweit exportiert. müsst ihr einfach mal googlen, wenn ihr mehr darüber erfahren wollt. ist echt sehr interessant. der feste teil des sees ist wohl so 55m tief und das was darunter an flüssigem asphalt noch alles liegt, weiß man gar nicht. es wird geschätzt, dass man hier noch die nächsten 4-5 hundert jahre asphalt abbauen kann.




Am montag ging es mit aljoscha zusammen nach Grande Riviere! er musste dort arbeiten und wir durften Zeuge werden, wie junge Babyschildkröten das Licht der Welt erblickten. Wir hatten ja hier in tobago schon eine Lederschildkröte eier legen sehen und so sieht es dann 2 monate später aus: echt total süß! an dem strand laufen auch immer Locals mit Eimern rum, um die bei tag schlüpfenden Schildkröten einzusammeln um die vor den Geiern, hunden und anderen tagaktiven Räubern zu schützen. bei einbruch der Dunkelheit werden sie dann am strand wieder entlassen und krabbeln in richtung meer zurück. in der stoßzeit sammeln die leute hier 800-1000 schildkröten am Tag! das ist echt ne menge. wir hatten knapp 500 gefunden.
und darunter waren sogar 7 Albinos :)






Das wars dann auch für Trinidad und nun genießen wir noch die letzten 1 1/2 wochen hier auf tobago. lassen uns noch von der sonne bräunen, damit wir auch stinke braun wieder kommen ;)
ansonsten wird wohl nichts aufgerendes mehr auf uns zukommen und am 1. September sind wir dann ja auch schon wieder in Deutschland. Ja, so schnell können 2 1/2 Monate vergehen. wahnsinn. aber wir freuen uns auch schon wieder auf zuhause!

Mittwoch, 13. August 2008

Bonaire und sein Nationalpark

Das sind übrigens 2 sehr nette Deutsche, Michael und Fabienne, die wir dort übers Tauchen kennen und schätzen gelernt hatten! Sie haben uns oft mit dem Auto abgeholt und uns mit zu den Tauchplätzen mitgenommen. Nur ist leider dem Michael beim, ich glaub, 5ten Tauchgang das Trommelfell gerissen! Wie man sowas merkt? Es kommen einem Luftblasen aus dem Ohr beim Druckausgleich! Sowas muss man gesehen haben um es zu glauben :) Alles gute nochmal auf diesem Wege Michael!!!!!!!! Mit Ihnen haben wir echt viel unternommen wie auch Sonntags noch schnell den Nationalpark unsicher gemacht.
Glaub auf dem Bild kann man die beiden besser erkennen ;)


Wilde Flamingos im Nationalpark
Such die Eidechse ;)


Unser Mietwagen für den Nationalpark
Hier ist ein Video von Eidechsen, die wir im Nationalpark gefüttert haben. Es brach eine regelrechte Euphoriewelle unter den Eidechsen aus als wir einen Apfel auspackten und sie damit fütterten! Sie kamen wirklich von weit her angerannt, die Buschtrommeln sind schnell im Outback ;)




So sehen übrigens die Gartenzäune bei denen auf Bonaire aus.Wilde Esel gibt es dort auch, schön ne
Der Eselflüsterer
Machts gut Ihr beiden! Schön war die Zeit

Bonaire


So, endlich wieder festes Land unter den Füßen! :)
Herrlich. Haben uns erst mal ein Hotelzimmer gegönnt und ne ordentliche Dusche.
Danach gabs dann meine ersten Frikandels und Pommes rot/weiß.
Bonaire ist schon wie ein kleines Holland mitten in der Karibik.
und es gab leckeren Vanilla Vla. Super lecker.





Und das Tauchen war auch herrlich. Wunderschönes klares Wasser. und überhaupt die ganze Tauchorganisation ist dort super geregelt. Jeder kann einfach vom Strand aus zu den vielen verschiedenen Tauchplätzen gehen. Man mietet sich einfach nen Pick-up und packt die Flaschen hinten drauf, und jeder macht dann sein eigenes Ding. Sehr entspannt! :)




endlich haben wir es auch mal geschafft, eine Schildkröte zu fotographieren :)



Oh, und es gab ein sehr beeindruckendes Wrack, welches wir und natürlich nicht entgehen lassen wollten. Ziemlich groß :) und man konnte auch reintauchen.

Motto der Segeltour: Let op! Drempels

so, wir sind nun also endlich wieder zurück auf Tobago und ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll von unseren Erlebnissen zu berichten. Also werd ich einfach mal ganz von vorne anfangen:

Vorletzten Freitag, nachdem wir uns ordentlich bei den Behörden ausstempeln lassen hatten und das Boot voller Lebensmittel gepackt haben, ging es nach einem ziemlich heftigem Sturm endlich aufs Segelboot. Dieser Sturm sollte allerdings kein besonders gutes Omen darstellen, denn die folgenden vier Tage waren im wahrsten Sinne des Wortes einfach nur zum k*** ;)
Kaum waren wir einige Meilen von der Küste entfernt, haben die schaukelnden Wellen meinen Magen schon völlig durcheinander gebracht, und das obwohl wir vor der Abfahrt extra eine Seasickness Tablette eingeworfen haben.
Nach dem Abendessen (wir waren also vielleicht mal 5 stunden unterwegs) musste ich mich auch schon das erste Mal übergeben. Andi hatte sich bis dahin noch ganz gut gehalten, denn er hatte seine Nudeln erst bei seiner Nachtschicht gegessen. Warum John uns also ganz umsonst mitgenommen hatte, sollte sich dann schon ziemlich schnell herausstellen: die 4-Stunden-Schichten am Steuer waren bei weitem nicht so angenehm, wie wir uns das vorgestellt haben. Es musste immer darauf geachtet werden, ob wir auch ja schön den Kurs einhalten, den uns das Navi gegeben hat und das bei Tag und Nacht! Tags über war es einfach nur unerträglich heiß unter der knallen Sonne, sodass man ziemlich aufpassen musste, keinen Sonnenstich zu bekommen und die vier Stunden nachts zogen sich einfach nur ewig lang. Aufgrund meiner Seekrankheit haben sich Andi und John die ganze Zeit mit den Schichten abwechseln müssen, denn ich konnte die ganze Fahrt eigentlich nur im Liegen verbringen...



So romantisch wie wir es uns vorgestellt hatten war es dann auch nicht. Zum Beispiel bei einem ständigen Wellengang und einer nicht funktionierenden Toilette musste ein kleiner schwarzer Eimer fürs tägliche Geschäft herhalten, der natürlich auch über Board geleert werden musste. Garnicht so leicht die Balance zu halten bei den engen räumlichkeiten und der nicht existierenden Privatsphäre. Nix für Weicheier!

Und dazu kam noch, dass wir uns für die gesamte Zeit (4 Nächte und fast 5 Tage) nicht einmal waschen konnten. man ging also mit den selben durchgeschwitzen Klamotten schlafen und wieder Schichten schieben. somit wurde uns zum schluss schon allein durch diesen fiesen Geruch schlecht. :)

Die letzte Nacht hatte es nochmal in sich. Unsere erste Nachtschicht war fast zu ende, da schlug es plötzlich das Hauptsegel in die andere Richtung. John hatte uns gewarnt ihn bei so einem Fall sofort zu rufen. 5 Sekunden nachdem dies passierte, stand er schon an Deck und versuchte dann bei den Windböhen (20 Knoten schnell) die Segel einzuholen. Ramona verkroch sich schnell unter Deck und ich musste ihm dabei helfen, was für uns Segellaien ein ziemlcih unangenehmes Gefühl war. Der Wind und die Wellen peitschten das Boot immer wieder in andere Richtungen...
Ne knappe Stunde hielt uns das Wetter in Atem, bevor ich dann auch unter Deck konnte um ein wenig zu schlafen. John´s Schicht war allerdings nicht besser. Er musste noch mit einigen Unwettern kämpfen bevor wir dann morgens um 10 Uhr endlich Bonaire sehen konnten. Alle waren ziemlich geschafft als wir endlich wieder festen Boden unter uns hatten.



Alles in Allem eine sehr interessante Erfahrung, die wir allerdings nicht allzu schnell wiederholen möchten. Delphine gab es übrigens auch keine zu sehen. Das Einzige was wir unterwegs zu sehen bekommen haben, waren fliegende Fische, ein paar Vögel und das endlos weite Meer...
Nicht zu verachten waren allerdings die vielen wunderschönen Sterne und Sternschnuppen!




P.S.
Die Bänke, die man hier rechts und links im Bild sieht, waren übrigens die Schlafgelegenheiten.
Ziemlich eng und unbequem, wodurch man sich zusätzlich nicht unbedingt erholt gefühlt hatte, wenn man denn mal ein paar Stunden durchschlafen konnte... :)


so, und das ist übrigens das Boot. Es misst grad mal 8,5m in der Länge und 3m breit.
Also wirklich sehr schnuckelig klein!

Donnerstag, 31. Juli 2008

Tierpark und Boot

Am Dienstag waren wir zum Abendessen bei dem Österreicher Christian eingeladen, der mit uns die Regenwald-Tour gemacht hat. War ein super lustiger Abend mit lecker Essen und leider auch sehr leckerem Wein, von dem es sehr viel gegeben hat ;)
Auch seine kleine Farm haben wir mal kennengelernt: 4 Hunde, 2 Katzen, 3 Papageien, 60 Hasen und ein paar Hühner. War super schön :)




Und das ist John auf seinem Boot, wo wir neulich mal zusammen gekocht haben.
Ja, und mit der kleinen Nussschale wird morgen nach Bonaire gesegelt.
Freuen uns schon = )